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Abnicker werden ihr Wort brechen! Protektionismusgefahr

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Die „Euro-, Bankenrettung" geht in die nächste Runde. Nachdem vor wenigen Wochen der EFSF (Rettungsschirm) durchs Parlament gepeitscht wurde, stellten sich einige Abgeordnete hin und sagten: "Weitere Aufstockungen oder größere Risiken aus den übernommenen Garantien, beispielsweise über finanztechnische Hebel, lehnen wir ab". Dazu zählten vor allem viele Abgeordnete von CDU und CSU - das Zitat stammt von CSU-Chef Seehofer persönlich. Nun ja. Morgen können alle diese Abgeordneten zeigen, was ihr Wort wert ist. Nämlich nichts! Die Hebelung des EFSF wird erneut vor Chefin Angela brav abgenickt. Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern...

Nach dem Durchwinken für weitere Milliarden an deutschen Steuergarantien für ein Fass ohne Boden, darf dann Frau Merkel in Brüssel am Abend den erweiterten Rettungsschirm als (abermalige) „endgültige" Lösung der Krise präsentieren. Wir wetten darauf, dass man sich vor Weihnachten schon zum nächsten Krisengipfel trifft.

Ohne einen Plan, wie man ein Land aus der Währungsunion entlässt, wird es nie Ruhe geben. Dieses Risiko will jedoch niemand eingehen, weder politisch noch ökonomisch. Also wird es solange weitergehen, bis sich das Risiko auf alle Länder der Eurozone immer extremer ausweitet. Dies alles lässt für die nächsten Monate nichts Gutes erahnen. Aus einer Mücke (Griechenland), die man bis vor wenigen Wochen noch leicht hätte einfangen können, wird nun langsam ein Elefant im Porzellanladen. In dem ganzen Trubel ging unter, dass sich zwischen China und Teilen des Westens ein neuer Protektionismus anbahnt, der unter anderem Seltene Erden mit Exportzöllen aus China belegen soll (China hat circa 95% Marktanteil an Seltenen Erden). Zudem fordern Deutsche Unternehmen lautstark Importzölle für chinesische Solarmodule. In den USA droht man mit bis zu 100% Strafzoll für eine Reihe chinesischer Produkte, wenn China seine Währung nicht aufwertet. Insgesamt keine guten Voraussetzungen für einen ungestörten Welthandel. Wenigstens ausgewählte Goldaktien sehen nach den Korrekturen der letzten Wochen nun gut aus. Darauf sollte man sich als Aktienanleger denn auch in den nächsten Wochen beschränken!

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Redaktion von www.rohstoffraketen.de

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