Category: Edelmetalle

Blog von Rohstoffraketen.de

Gold und die sinnlosen Interpretationen!

 

Gold und die sinnlosen Interpretationen!

Wir prognostizieren erstmals, wann die Goldhausse zu Ende ist!


Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Neulich wurde der 2011er Jahresbericht des World Gold Council veröffentlicht. Es ist jedes Jahr herrlich zu verfolgen, wie in den Tagen darauf Analysten ihre Meinungen dazu äußern. Auszüge gefällig? „Die Goldproduktion hat leicht zugenommen - schlecht für Gold!“ - „Recyling von Gold weiter auf Rekordniveau - schlecht für den Goldpreis“ - „Goldkonsum in Indien rückläufig - negativ für Gold!“ - „Investmentnachfrage in Gold-ETF‘s erstmals in 2011 rückläufig - schlecht für Gold!“

All dies zusammengenommen ist natürlich geballt negativ für Gold. Warum steht dann Gold eigentlich bei 1.750 USD, Tendenz steigend? Wenn doch alles derzeit von der Angebots-/Nachfrageseite gegen Gold spricht?

Die Antwort ist ganz einfach: Weil Gold zwar auch Rohstoff ist, in aller erster Linie jedoch GELD! Geld wird gebunkert als Wertaufbewahrungsmittel. Es wird benutzt als Tauschmittel. Von aller jemals geförderten Menge Gold (die Schätzungen liegen zwischen 165.000 bis 180.000 Tonnen), kommen durch Minenproduktion jährlich circa 2.400 Tonnen neu hinzu. Damit liegt die „Goldinflation“ bei unter 1,5%. Wir brauchen Ihnen hoffentlich nicht mit Fakten klarmachen, dass die Geldinflation (Geldmenge) in allen Papiergeldwährungen um ein Vielfaches höher ist. Spätestens seit 2008 und der exorbitanten Verschiebung der Bankschulden auf die öffentliche Hand, hat Gold seinen Geldcharakter global wieder zurückerobert. Von 2001 bis 2007 waren auch noch die Rohstofftechnischen Angebots/Nachfrage-Überlegungen beim Gold interessant.

Wer jetzt jedoch noch mit solchen Statistiken eine Prognose abgeben will, der dürfte gründlich daneben liegen. Gold muss seit 2008 ganz klar als WÄHRUNG analysiert und betrachtet werden.  Dass Gold offiziell und inoffiziell auch bei Notenbanken weiter Währung ist bzw. wieder geworden ist, zeigen die stark gestiegenen Umtauschaktionen von Papiergeld in Hartgeld (Gold) im Jahr 2011.  Wir verwenden auch nicht den Ausdruck „Gold kaufen“, sondern sprechen vom Umtausch von Euro, US-Dollar oder was für einer Währung auch immer, in Gold(geld).

Unsere Prognose daher:

Solange der Umtausch von Gold in eine sichere und attraktive, sowie weitgehend schuldenfreie Papiergeldwährung nicht möglich ist (die erste globale Ersatzwährung könnte Chinas Yuan werden), ist der Umtauschtrend in Gold (und damit die Abwertung der Papiergeldwährungen zum Gold) kaum gefährdet. Das Ende der Goldstärke könnte in wenigen Jahren sein, wenn Chinas Währung frei handelbar ist und in Konkurrenz zum US-Dollar und Euro stehen wird. Bis es soweit ist, dürften die Chinesen aber ihre Goldbestände von derzeit (offiziell) 1.050 Tonnen noch um viele weitere tausende Tonnen aufstocken.

Übrigens: Das einzige, was aus Angebots-/Nachfrage-Sicht für Gold im Jahr 2011 sprach, war die massiv gestiegene physische Nachfrage. Diese hat die Abflüsse aus den ETFs kompensiert. In RSR raten wir Ihnen seit 2005 ausschließlich zu physischen Investments in Gold und Silber. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, werden Auslieferungen bei ETFs nicht so gerne gesehen bzw. massiv erschwert.

Fazit: Wenn Sie irgendeine Studie zu Gold lesen, die den Geldcharakter ausblendet und nur nach Angebot/Nachfrage-Verhältnissen untersucht, dann nehmen sie diese (wie wir) lächelnd zu Kenntnis. Mehr aber auch nicht.

Ihre Redaktion von rohstoffraketen.de

 

Goldaktien und Gold in einer Blase?

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
 
Dass sich der Goldpreis bei 1850 USD inzwischen in einer Blase befindet, können Sie fast täglich irgendwo nachlesen. Denn: 11 Jahre in Folge steigende Kurse und ein Anstieg um 533% von circa 300 auf 1.900 USD sind insbesondere (den immer noch in der Überzahl befindlichen) Papiergeldjüngern „des Guten zuviel“.

Schauen Sie sich bitte den Chart unten etwas genauer an:

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Sie sehen einen ansteigenden Kursverlauf über 18 Jahre, von 1978 bis 1996. Dieser begann bei 120 Zählern und führte auf gut 1.100 im Jahr 1996. Ein Anstieg von 816%. Charttechniker würden beim Anblick dieses Charts klar von einer Überhitzung sprechen und den Kursverlauf wohl in die Rubrik Blasenbildung einteilen.

 

 

 


Es ist der Kursverlauf des Nasdaq-Composite-Index. Sehen Sie nun, wie sich die Situation weiter entwickelt hat.
1998: Zwei Jahre später hatte der Nasdaq weitere 835 Punkte oder 83% seit 1996 - dem vermeintlichen „Blasentopp“ - zugelegt. Vom Beginn der Hausse 1978 gerechnet lag der Zuwachs bis Herbst 1998 nun schon bei 1.430%.

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Im Herbst 1998 schien die Blase dann zu platzen: Der Nasdaq-Index verlor von circa 2.000 Punkten über 30% auf unter 1.400 Zähler (roter Pfeil)! Doch weit gefehlt: Im Herbst 1999 - also ein Jahr später - notierte der Nasdaq bereits bei 2.500 Punkten und hatte seit dem Einbruch 78% zugelegt. Ende des Jahres 1999 standen sogar 4.000 Punkte auf dem Konto.

Sensation: China für Goldstandard!

11.11.2010

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

Bei überlesen des Blätterwaldes konnte man in den letzten Wochen immer öfters Stimmen von Ökonomen vernehmen, die sich ernsthafte Sorgen über die Abwertungspolitik der US-Notenbank machen. Es sind nicht mehr nur die „Spinner“ von Börsenbriefen wie Rohstoffraketen oder die bekannten Geldsystemkritiker der Österreichischen Schule, die seit Jahren eine neue Geldordnung (inklusive Goldverankerung) einfordern.

Nein: Vor dem G-20-Treffen in Seoul kommen die Forderungen nach einer neuen Goldverankerten Währungsordnung direkt von den Chinesen!

 

Wir lesen heute im Handelsblatt auf Seite 14 unter der Überschrift „China: Da rollt ein Feuerball auf uns zu“ eine Aussage von Zhang Yansheng, einem der einflussreichsten Ökonomen Chinas.

Wir zitieren aufgrund der Brisanz der Aussage wörtlich:

Wenn es bei der G20 zum offenen Konflikt zwischen Ländern mit Handelsüberschuss und solchen mit Handelsdefizit kommt, stehen uns schwierige Zeiten bevor. Viele hier halten bereits die aktuelle IS-Politik für sehr schlecht, den Markt mit Geld zu überschwemmen. Das zielt darauf ab, die eigene Krise auf andere Länder abzuwälzen.

Eine lockere US-Geldpolitik müssen wir von zwei Seiten betrachten:

Es gibt im Westen Länder, die von der Finanzkrise schwer betroffen sind. Ihnen droht Deflation. Sie werden den Weg niedriger Zinsen und einer Abwertung ihrer Währung wählen, um den Export zu stimulieren.

Dagegen gibt es andere Länder wie China, die bereits unter Inflation leiden und ihren Leitzins erhöhen. Sie werten Ihre Währung bereits auf.

Meiner Meinung nach sind wir nun der Gefahr ausgesetzt, dass billige Liquidität wie ein großer Feuerball auf unser land zurollt und eine Blase auslöst.

Sollte dieser Feuerball China treffen und platzen, dann würde mit uns geschehen, was 1990 mit Japan geschah. Chinas Wirtschaft würde 10-15 Jahre lang stagnieren. Wir wünschen uns daher, dass die G20 in vier Bereichen Fortschritte macht: Der globalen makroökonomischen Regulierung, der Reform der Finanz- und Devisenmärkte, beim Ausgleich der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Differenzen zwischen Industrie- und Entwicklungsländern, sowie bei der Öffnung von Handel und Investitionen

Den Vorschlag von Weltbank-Chef Robert Zoellick, einen neuen Goldstandard einzuführen, halte ich für sehr gut.

Wie wir wissen, hat es in der Geschichte zwei große Zeiten des Wirtschaftswachstums gegeben: von 1870 bis 1913 und von 1950 bis 1973. Die erste Periode war die des Goldstandards, während der zweiten galt das System von Bretton Woods. Beide Systeme haben Prosperität und Stabilität gewährleistet. Daher bin ich mit dem Vorschlag einverstanden, ein kooperatives Währungssystem einzurichten und auf das Dollar-Monopol zu verzichten. Wenn weltweit nur eine Währung dominiert, sind Systemrisiken programmiert. Ein System mit mehreren starken Währungen kann dagegen Risiken und Krisen besser abwehren.“

 

Wir meinen: Diese Aussage ist spektakulär, zeigt sich doch deutlich: China und die USA sind auf Konfrontationskurs!

Dieser Streit könnte irgendwann eskalieren, wenn man nicht aufeinander zugeht. Unter diesen Umständen kann es beim Goldpreis eigentlich keine größere Korrektur geben. Wird die chinesische Forderung ignoriert, wird es den Goldpreis weiter befeuern. Geht man darauf ein, müssen weit höhere Goldpreise herhalten, um das umlaufende Papiergeld einigermaßen „zu decken“.

Gold-Endlich Korrektur

Zum Goldpreis: Dieser ist gestern (endlich) einmal um 3% gefallen und pendelt nun um 1.340 USD. Wir sehen diese Bewegung in Zusammenhang mit der kleinen 0,25%- Zinserhöhung in China. Die dortige Wirtschaft floriert und die Zinserhöhung sollte helfen, Spekulationen einzudämmen.

Zudem glauben wir, dass sich ein Wendepunkt beim EUR/USD knapp über 1,40 abzeichnet. Die Euro-Problematik wird sich mit wachsenden Streiks in Griechenland (und nun Frankreich) langsam wieder in den Köpfen der Marktteilnehmer festsetzen. Es wäre für uns nicht verwunderlich, wenn wir bis zum Jahreswechsel wieder unter EUR/USD 1,30 notieren. Dementsprechend könnte auch Gold in USD temporär noch einmal nachgeben, bevor sich die im Frühjahr gesehene Abkoppelung vom Dollar wieder etabliert.

Die aktuelle Korrektur auch bei vielen Goldaktien-Favoriten sollte noch ein paar Tage andauern. Wir hatten bei den meisten unserer Favoriten Abstauberlimits für diese Korrektur genannt. Dazu aber auch morgen mehr!

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Redaktion von www.rohstoffraketen.de

Experte empfiehlt FED den Goldverkauf! Canada Lithium, Rio Novo, Stonegate, Uranerz, Astur Gold

Gold bei 1.371 USD – neues Hoch!

Bei Erreichen streichen! Goldman Sachs erhöhte sein Gold-Kursziel für 2011 auf 1.650 USD (von den erreichten 1.365 USD) und das Silber-Kursziel für 2011 auf 27,60 USD. „Hilfe“ mögen da einige Leser laut ausrufen - war da nicht was? Oftmals wenn Goldman so bullische Ziele hinausposaunt, steht die nächste Korrektur wenige Tage später ins Haus…  Aber im Moment spricht noch nichts gegen eine Umkehr/Korrektur des Goldpreises.

Oder doch? In US-Medien wurde erstmals wieder eine Stimme laut, die fordert, man soll jetzt den kompletten Goldschatz der FED verkaufen.

Edwin Truman vom Peterson Institute for International Economics in Washington schrieb in der FT, seine Empfehlung an die Regierung wäre, den kompletten US-Goldbestand jetzt zu verkaufen. Das US-Schatzamt hält 261,5 Millionen Unzen Gold, die bei 1.300 USD knapp 340 Milliarden USD wert seien. Dies würde die Verschuldung um 2,5% reduzieren.

Wir meinen: Das wäre ein Tropfen auf den heißen Stein im Hinblick auf die offizielle Gesamt-Staatsverschuldung der USA in Höhe von 13,5 Billionen (!!!) US-Dollar und das Anfang vom Ende des US-Dollars, da man sonst gar nichts mehr werthaltiges (außer Hypotheken-Ramschpapiere) in der FED-Bilanz finden würde! Da wäre die FED besser beraten, den Goldpreis nochmals auf 13.000 USD verzehnfachen zu lassen. Dann könnte man die Staatsschulden wenigstens zu 25% mit Gold abdecken…

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