Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
War es das bereits mit der Goldkorrektur? Der Goldpreis hat von 1.315 USD am Freitag bis heute bereits wieder über 30 USD zugelegt und noch nicht einmal die (leicht) mögliche Korrekturzone bei 1.280 USD erreicht. Diese Bewegung zeugt von einer unglaublichen Stärke. Es scheint, als ob immer mehr Geld in alle Anlageklassen fließt und immer weniger Anlageklassen fundamental als vielmehr liquiditätsgetrieben sind.
Hintergrund: Die Gelddruckmaßnahmen der Notenbanken (Aufkauf von Staatsanleihen) führen zu einer erheblichen Manipulation der langfristigen Zinssätze.
Größte Blase der Börsengeschichte
Nicht nur wir glauben inzwischen, dass am Anleihemarkt die größte Blase der Börsengeschichte aufgeblasen wird. Es ist in unseren Augen ein Witz, wenn einige Zeitgenossen die Meinung vertreten, wir würden uns beim Gold in einer Blase befinden, während der Greenspan’schen Immobilienblase nun die Bernanke’sche Anleiheblase folgt. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass man mit Gold und mit einer schuldenfreien, selbst genutzten Immobilie in den nächsten Jahren deutlich besser fahren wird, als mit hohen, der Inflation ausgelieferten Bargeldbeständen und Anleihen. Es ist nicht auszumalen, was mit den Goldpreis passieren wird, wenn diese Anleiheblase platzt und Versicherungen, Pensionskassen und Banken den Kunden mitteilen müssen, dass Ihre Einlagen und Lebensversicherungen leider viel weniger abwerfen (oder wertlos sind), als diese erwartet haben. Wenn der Masse bewusst wird, wie leichtsinnig die Notenbanken (vor allem die FED) den Wert des Geldes auf’s Spiel setzt, dürfte die 2008er Finanzkrise nur ein kleines Vorgeplänkel gewesen sein.
Spielt der Aktienmarkt bereits die „Flucht in Sachwerte“?
Die mickrigen Renditen in Staatsanleihen und die drohende Absturzgefahr lässt immer mehr Geld in den Aktienmarkt fließen. Kein Wunder: Winken dort zum Teil schon doppelt so hohe Dividendenrenditen wie bei den 10- und 30-jährigen Bonds.
Wenn schon Aktienmarkt, dann würden wir weiterhin Edelmetall- und Rohstoffaktien übergewichten. Aber auch Sondersituationen, wie Übernahmespekulationen oder völlig unterbewertete Energieaktien aus dem Uran-, Öl- und Gasbereich sind kaufenswert.

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