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Verlängerung der Nullzinsgarantie der FED!

 

Verlängerung der Nullzinsgarantie der FED!

Unsere Vorhersage vom 16. Dezember wird bestätigt!

 

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

 

Es ist schon erstaunlich, wie „weitsichtig“ die FED agiert (Vorsicht Ironie!).

Letzte Woche verlängerte die US-Notenbank ihre Nullzinsgarantie bis Ende 2014.

Damit beweist das Team um FED-Chef Ben Bernanke hellseherische Fähigkeiten. Bis Ende 2014 kann sich also nach Meinung der FED, angesichts der schnelllebigen Zeit in der wir uns heute bewegen, rein gar nichts ändern. Respekt! Im Mittelalter hätte so eine Vorhersage wohl auf dem Scheiterhaufen geendet.

Diese frühzeitige Verlängerung der Nullzinsgarantie soll natürlich einen Effekt nach sich ziehen: Inflation! Denn nichts fürchtet Bernanke mehr als eine immer noch mögliche deflatorische Abwärtsspirale.

Der angeschlagenen US-Finanzindustrie, dem Hauptträger der US-Wirtschaft, signalisiert er damit unmissverständlich, dass er sie auf jeden Fall retten will.

Aber auch für die Rettung der Eurozone (bzw. der europäischen Banken) sind die Nullzinsgarantien der FED gute Nachrichten.

Zum einen dürften internationale Investoren (insbesondere China und Japan als größte US-Dollar-

Halter) angesichts der schon japanisch anmutenden US-Nullzinspolitik in die Eurozone zurückkehren bzw. diese wieder höher gewichten. Zum anderen macht das klare „Nein“ von Merkel zu noch mehr Deutschen

Geldspritzen in Davos deutlich, dass der Reformdruck in Europa auf Länder wie Italien, Spanien oder Portugal hoch bleibt. Gleichzeitig scheinen die USA in wichtigen Strukturreformen eher Reformunfähig zu sein. Daher dürfte zumindest für das erste Halbjahr gelten:

Vergessen Sie die Europroblematik! Vergessen Sie die Staatsschuldenkrise! Ignorieren

Sie die leidigen Attacken der US-Finanzelite und deren Ratingagenturen-Handlanger gegen die Eurozone! Diese dienen nur zur Ablenkung der eigenen (viel größeren) US-Probleme!

Klar kann ein möglicher Austritt Griechenlands noch einmal für kurzfristige Turbulenzen sorgen. Doch diesen haben die Märkte eigentlich schon längst eingepreist. Lediglich die Unsicherheit über mögliche Folgeschäden (wer hält wieviele CDS falls diese fällig werden?) belastet noch.

 

Wir hatten Ihnen am 16. Dezember geschrieben, wie der Plan von EZB,

Banken und Politik aussieht.

Hier noch einmal unsere Ausführungen, die bereits am 21. Dezember mit den 3-Jahres Ausleihungen zu 1% an die Banken im Euroraum bestätigt wurden:

·  Die EZB wird an Ihren Prinzipien festhalten und keine Staatsanleihen im großen

Stil aufkaufen. Die EZB verstößt damit (offiziell) nicht gegen ihre Grundsätze.

·  Aber: Die EZB wird die Banken in unbegrenzter Form zu (beinahe) Nullzinsen Geld zur Verfügung stellen, welches explizit für den Kauf (und insbesondere die Verlängerung) bestehender Staatsanleihen der Eurozone verwendet werden darf. Damit wird die Investitionszurückhaltung der Banken gebrochen, da diese somit auch ihre Bilanzen über die Zeit und den Zinsspread sanieren können.

·  Die Politik verspricht, dass es außer der „freiwilligen“ Gläubigerbeteiligung im Falle

Griechenlands keine weiteren Ausfälle von Euro-Anleihen geben wird.

·  Damit wäre die „Kuh vom Eis“ und die Schockstarre an den Märkten unserer Ansicht nach gebrochen! Politik, Notenbanken und Banken wären „fein raus“ (jeder hätte sein Gesicht gewahrt) und könnten wieder an einem Strang ziehen. (Auszug RSR-Update vom 16.12.2011 / Auszug Ausblick 2012 Rohstoffstudie)

 

Während der S&P500 seine 200-Tage-Linie schon längst wieder nach oben überschritten hat, gelang dies

dem DAX erst jüngst. Die hohen Deutschen Dividenden, welche bis Mai ausgeschüttet werden, stützen

den Markt zusätzlich. Viele DAX-Werte sind immer noch günstig im internationalen Vergleich!

 

 

Währungskrieg gegen die Eurozone geht in die nächste Runde!

 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!

 

Endlich traut sich ein Politiker offen anzusprechen, was wir bereits im Jahresausblick in der Rohstoffstudie vom 23.12. geäußert haben:

Die USA führen einen Währungskrieg gegen Europa!

 

Lesen Sie bitte folgendes (mutige) Interview des CDU-Europa-Abgeordneten Elmar Brok:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13817253/US-Kraefte-haben-uns-den-Waehrungskrieg-erklaert.html?wtmc=Newsletter.NL_Weltbewegt

 

Am Freitag wurde die Annahme eines gezielten Währungskriegs zur Stärkung des USD durch die Abstufung von 9 Euro-Staaten, darunter Frankreich, wieder einmal mehr als offensichtlich. Wir schrieben in unserem Ausblick 2012 (Rohstoffstudie) am 23.12.2011:

 

Es tobt nichts weiter, als ein (US-)Krieg zur Rettung der globalen Leitwährung US-Dollar und damit der Vormachtstellung der USA in der Welt. Fakt ist: Ohne den US-Dollar als global akzeptierte Verrechnungseinheit für Rohstoffe - und hier insbesondere ÖL (welches wie berechnet für 3 Billionen USD im Jahr nachgefragt wird!) - wäre es für die USA unmöglich, den Schuldenberg in Höhe von 15 Billionen USD noch weiter auszubauen.

Wenn es Öl-Exportländern immer schwerer fällt, zunehmend wertlosere Papierdollars für Öl zu akzeptieren, dann muss man sich als größter Öl-Junckie der Welt das schwarze Gold

A) entweder vor Ort sichern (Irak, Lybien und bald Iran? In Saudi-Arabien arbeiten die USA ja seit Beginn des US-Dollar/Öl-Standards 1971 „brüderlich“ mit dem Königshaus zusammen), oder man muss

B) politischen und militärischen Einfluss bzw. Druck auf die Ölstaaten ausüben (derzeit sind 11 Flugzeugträger in der Golfregion; Militärbasen, finanzielle Unterstützung und Aufrüstung freundlich gesinnter Regime wie Saudi-Arabien) oder man muss

C) im Notfall diejenige Währung schwächen, welche als globale Alternative zum USDollar gefährlich werden könnte. Und welche Währung ist das? Genau. Der Euro!

Es ist schon verwunderlich wie einseitig insbesondere das Dauerfeuer der privaten US-Ratingagenturen gegen Spar– und Reformwillige Europäische Staaten anhält, während die völlig reformunwillige US-Politik geschont wird.“

 

Fakt ist, dass ein kollabierender Euro den USA wohl in den nächsten 10 Jahren eine dauerhaft günstige Entschuldungsmöglichkeit schafft. Eine starke Eurozone würde dagegen Gelder aus China und anderen großen US-Dollar-Devisenhaltern eine attraktive Möglichkeit bieten, ihre USD-Währungsreserven weiter abzubauen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Redaktion von www.rohstoffraketen.de